Ablauf

Der medikamentöse Abbruch wird mit “Mifegyne“ durchgeführt. Durch die Einnahme des Präparats wird ein Abort eingeleitet, indem die Wirkung des Gelbkörperhormons (Progesteron) aufgehoben wird. Zwei Tage nach Einnahme des Präparats ist die Gabe eines Prostaglandins (Cyprostol) notwendig, welches die Gebärmutter dazu anregt, die Schwangerschaft auszustoßen.

Ablauf eines medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs

Zunächst wird ein Vaginalultraschall zur Diagnostik der Schwangerschaft durchgeführt. Danach erhalten Sie im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs das Medikament “Mifegyne“, das Sie bei uns im Institut einnehmen. 2 Tage danach nehmen Sie zu Hause oder – wenn Sie das bevorzugen bei uns im Institut – ein weiteres Medikament, ein Prostaglandin (Cyprostol) ein. Ab 2 – 4 Stunden nach dieser Einnahme kommt es mit einer Blutung, die etwas stärker als eine Regelblutung ist, zum Abort. Die begleitenden Unterbauchschmerzen sind mit herkömmlichen Schmerzmitteln, die auch bei Regelschmerzen verwendet werden, meist sehr gut zu ertragen und dauern ca. zwei Stunden. Diese Zeit sollten Sie auf jeden Fall zu Hause verbringen oder unter ärztlicher Aufsicht bei uns im Institut bleiben. Fast alle Patientinnen bevorzugen den Abbruch zu Hause. Wir sind für unsere Patientinnen rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0732 601151 erreichbar. Es ist normal, dass es nach dem Abort zu Blutungen kommt. Sie dauern im Durchschnitt 10 Tage. Wichtig ist, dass ca. zwei Wochen nach Einnahme des Präparats eine Kontrolluntersuchung bei uns im Institut oder bei ihrem Gynäkologen durchgeführt und die vollständige Ausstoßung der Schwangerschaft bestätigt wird.

Zu beachten ist

Die Methode des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs ist medizinisch sehr gut abgesichert und erprobt. Sie führt in etwa 97% der Fälle zum gewünschten Erfolg: der kompletten Beendigung der Schwangerschaft. In 3% der Fälle können Reste des Schwangerschaftsgewebe in der Gebärmutter eine Kürettage notwendig machen.